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Was ist Metaphysik? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Sonntag, 27. Juli 2014 um 23:01

Aristoteles und Kant im kritischen Vergleich  

 von Engin Erkiner

 

INHALTSVERZEICHNIS

 

 

1.       EINLEITUNG

2.       ARISTOTELISCHE METAPHYSIK

2.1.    Die erste Ursache

2.2.    Lehre von Seienden

2.3.    Arten der Wissenschaft

2.4.    Kategorienlehre

3.       METAPHYSIK VON KANT

3.1.    Erkenntnisarten und Urteilsarten

3.2.    Wie ist Metaphysik als Wissenschaft möglich?

3.3.    Die tranzendentale Philosophie

3.4.    Loux’s Kritik an Kant

4.      IST METAPHYSIK MÖGLICH?

4.1    Metaphysik als Kategorienlehre

4.2.   Metaphysik als die Erklärung der Möglichkeiten

5.      SCHLUSSFOLGERUNG

6.      LITERATURVERZEICHNIS

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. EINLEITUNG

 

In dieser Arbeit wird die Metaphysik von Aristoteles und Kant im Rahmen der Frage: „Was ist Metaphysik?” kritisch verglichen und es wird diskuttiert, ob die Metaphysik noch möglich ist.

Aristotelische Metaphysik ist die Untersuchung der allgemeinen Strukturen der Wirklichkeit (des Seienden) und sie kann in zwei miteinander verknüpften Teilen erläutert werden: Die Untersuchung der ersten Ursache und die Wissenschaft des Seienden. In diesem Teil werden die Begriffe wie Substanz, Universale und Eigenschaft erläutert.

Eine der besonderen Merkmale der aristotelischen Metaphysik ist die epistemische Zugänglichkeit des Seienden, die besonders mit Verknüpfung der speziellen Wissenschaften erläutert wird. Die Kategorizierung der Gegenstände ist eine wichtige Eigenschaft der aristotelischen Metaphysik, die auch als Kategorienlehre genannt wird.

Kant hatte eine Änderung der Denkart und eine neue Definition zur Metaphysik durchgeführt. Es wird auch erwähnt, warum eine neue Definition nötig war.

Die Metaphysik hatte nach ihrer Neugründung von Kant andere Eigenschaften als in der aristotelischen. Bei der neuen war die Welt nicht epistemisch zugänglich und in diesem Fall war nur die Kategorisierung des unsereren Denkvermögens möglich. Die Urteiltypen bei Kant und die tranzendentale Philosophie werden auch erläutert.

Loux und Lowe kritisierten die kantische Metaphysik aus verschiedenen Anhaltspunkten und als gemeinsamer Punkt lehnten sie die Annahme, dass die Welt epistemisch unzugänglich ist, ab. Loux hatte die Auffassung, dass die Metaphysik als Kategorienlehre noch möglich war und Lowe reformulierte die Frage von Kant „Wie die Metaphysik ist möglich?“

Nach der Erläuterung der Möglichkeit der Metaphysik endet die Arbeit mit einer Schluss-folgerung.

 

2. ARISTOTELISCHE METAPHYSIK

 

Aristotelische Metaphysik ist zweiteilig:Die Forschung der ersten Ursache und Wissenschaft des Seienden. Diese Metaphysik wird als Kategorienlehre bezeichnet.

 

2.1. Die erste Ursache

Aristotelische Metaphysik erkennt das Ursache-Wirkung-Verhältnis. Was wir beobachten, hat die Ursachen und die Ursachen der Ursachen werden in der Vergangenheit erforscht. Es kommt ein bestimmter Punkt,wo es keine Vergangenheit mehr gibt. Hier befindet sich die erste Ursache, Ur-sache der allen weiteren Ursachen.

Gleiche Denkweise kann auch anders durchgeführt werden: alles in der Welt bewegt sich und wer hat die erste Bewegung verursacht?

Dieser Teil der aristotelischen Metaphysik beschäftigt sich mit der Existenz des Gottes. Existiert der Gott? Wenn ja mit welchen Eigenschaften? Dieser Teil kann auch als “Wissen-schaft des Gottes” bezeichnet werden. Da die Existenz des Gottes nicht verifizierbar, sogar falsifizierbar ist, ist diese “Wissenschaft” nur mit der Vernunft zugänglich. Es gibt keinen Be-weis im naturwissenschaftlichen Sinne darüber, ob der Gott existiert oder nicht.

 

„Unlike the other disciplines, it does not simply assume the existence of its subject matter; it must actually prove that there is an immaterial substance for it to be about:” [1]

 

Diese „Wissenschaft“ kann nur deduktiv sein, es geht vom allgemeinen zu einzelnem.

 

„… im höchsten Sinne wißbar aber sind die ersten Prinzipien und die Ursachen; denn durch diese und aus diesen wird das andere erkannt, aber nicht dies aus dem Untergeordneten.” [2]

 

2.2. Lehre von Seienden

Metaphysik ist die Untersuchung der allgemeinen Strukturen der Wirklichkeit.   Metaphysik ist die Wissenschaft als ganzes.

Was ist eine Wissenschaft und wann kann sie entstehen?

Die Wissenschaft stammt aus der Erfahrung, nur blosse Erfahrung reicht nicht aus. Die völlig aus verschiedenen Standpunkten wiederholten Erfahrungen formierten sich ein Wissen über ein bestimmtes Thema. Aristoteles nante den Mensch, der die akkumulierten Erfahrungen hat, als Künstler. Der Künstler kann lehren, weil er die Warum-Frage antworten kann. Die Aufgabe der Wissenschaft ist nicht die Interpretierung der blossen Erfahrung, sondern zu forschen, was dahinter steckt; die Wie- und Warum-Fragen zu beantworten; die Verbin-dungen aufzudecken.

 

„Die Prinzipien und Ursachen des Seienden, und zwar insofern es Seiendes ist, sind der Gegenstand der Untersuchung.“ [3]

Erste Philosophie oder die gesuchte Wissenschaft ensteht nur wenn die notwendige Be-dürfnisse des menschlichen Lebens versorgt werden, sonst der Mensch soll sich immer auf die Notwendigkeiten des Lebens kümmern. [4]  Relative Freiheit von den Überlegungen ist nötig. Die gesuchte Wissenschaft ist für das Erkentnis um selbt willen, sie ist nicht anwendungs-orientiert.

 

2.3. Arten der Wissenschaft

„Es gibt eine Wissenschaft, welche das Seiende als solches untersucht und das demselben an sich zukommende. Diese Wissenschaft ist mit keiner der einzelnen Wissenschaften identisch…[5]

Alle anderen Wissenschaften befassen nur einen Teil des Seienden. „… die Arten des Seienden aber den Arten der Wissenschaft.“ [6]

Laut Aristoteles gibt es poietische Wissenschaften (wie Kunst und Technik), praktische Wissenschaften (wie Politik und über die Handlungen) und theoretische Wissenschaften wie Physik, Mathematik und Theologie.

Obwohl die Physik und Mathematik betrachtende Wissenschaften sind, hat die erste Philosophie ihre eigene Besonderheit: „Denn die Physik handelt von untrennbaren, aber nicht unbeweglichen Dingen, einiges zur Mathematik gehörende betrifft unbewegliches, das aber nicht trennbar ist, sondern an einem Stoff befindlich; die erste Philosophie aber handelt von dem, was sowohl trennbar wie unbeweglich ist.“ [7]

 

Der Gott ist „unmoved mover“.

 

2.4. Kategorienlehre

Die Substanz (Wesen) ist eine selbstständige Entität. Aristotelische Metaphysik versucht, alle Seienden unter einer Wissenschaft zu suchen. Die Kategorien sind die Grundformen der Seienden. Die Grundformen der Seienden und ihre Beziehungen zueinander werden in verschiedenen Kategorien zusammengestellt.

 

„(Metaphysics) seeks to understand not merely the concept of being, but also very general concepts like unity or identity, difference, similarity, and dissimilarity that apply to everything that there is. (…) (Categories) are the highest or most general kinds under which things fall.” [8]

 

Aristoteles hat die Struktur der Wirklichkeit in zehn Kategorien klassifiziert. Die sind: Substanz, Quantität, Qualität, Relation, Wo, Wann, Lage, Haben, Wirken, Leiden. Eine Kategorie ist nicht von den anderen Kategorien ableitbar, wenn so ist, dann ist es nicht eine unabhängige Kategorie. Die Kategorisierung schafft die Ordnung und Hierarchie des Seienden.

Bei der Kategorisierung existiert nur die Substanz selbstständig. Die Akzidenzen können nur mit einer Substanz existieren.

 

3. METAPHYSIK VON KANT

 

Kant gründete die Metaphysik neu. Warum war so eine Unternehmung nötig?

Die kopernikanische Revolution änderte die Stellung der Menschen im Kosmos.

 

“… Überwindung des damals erkanntan, schon von Aristoteles und Ptolemäus vertretenen Weltsystems mit seiner geozentrischen Planetentheorie…“ [9] führt auch zu einem geistigen Umbruch. Der Mensch bewertete seinen Platz im Kosmos neue.

Fast 2000 Jahre dauernde aristotelische Lehre verliert seine überzeugende Kraft.

Die Methode der Metaphysik ist nicht experimentel, sondern nur mit dem Vernunft durchführbar. Als der durch die Beobachtung seit Jahren vernünftig erscheinende Glaube wie „die Erde das Zentrum des Alls ist“ gescheitert war, wurden alle Ergebnisse, die aus der Vernunft kommen, mit Fragezeichen bewertet. Es gab keine heilige Wahrheit mehr.

 

„Unser Zeitalter ist das eigentliche Zeitalter der Kritik, der sich alles unterwerfen muß. Religion, durch ihre Heiligkeit, und Gesetzgebung durch ihre Majestät, wollen sich gemeiniglich derselben entziehen.“  [10] 

 

Kant hat die Auffassung, dass Metaphysik unvermeidbar ist. Die Menschheit stellt aus ihrer Natur immer verschiedene unbeantwortbare Fragen wie ob der Gott existiert oder wie das Verhältnis zwischen Leib und Seele u.a.

 

Um die schwierige Lage der Metaphysik zu ändern, führte Kant eine andere Denkart. Die Metaphysik erkennt keine experimentelle Methode, sondern nur Urteile aus der Vernunft. Die Metaphysik hat andere Methode als die Naturwissenschaft. Wenn die Vernunft in der Metaphysik so eine wichtige Rolle spielt, dann sollen nicht die Gegenstände in der Welt, sondern unsere Vernunftsvermögen untersucht werden.

Kant hatte eine andere Erkenntnistheorie als Aristoteles.

 

3.1.  Erkenntnisarten und Urteilsarten

Die Differenzierung von Erkenntnis- und Urteilsarten von Kant sind:

A priori (begrifflich) – Unabhängig von der Erfahrung. A priori Urteile ist syntetisch.

A postariori (empirisch) – Mit der Erfahrung möglich.

Analytisches Urteil: Das Prädikat ist im Subjekt enthalten. Dieses Urteil hat Identitäs-beziehung, eine Erläuterungsurteil und mit der Notwendigkeit zu tun.

Syntetisches Urteil: Das Prädikat ist ausserhalb der Subjekt, diese Art vom Urteil erweitert unsere Erkenntnis.

 

3.2. Wie ist die Metaphysik als Wissenschaft möglich?

Die Frage kann anders formuliert werden: Wie sind synthetische Urteile a priori möglich?

Kant hat die Auffassung, dass dies die einzige Möglichkeit für die Metaphysik ist,  als Wis-senschaft zu existieren.

Wenn die einzige Erkentnisquelle die Erfahrung ist, dann gibt es keinen Platz für a priori Urteile und die Metaphysik ist unmöglich. Kant lehnt nicht die Wichtigkeit der Erfahrung für das Erkenntnis ab, nur er hat die Auffassung, dass das Erkenntnis auch andere Quelle hat: die Vernunft. Kant änderte die Erkenntnisart damit die Metaphysik möglich ist.

 

„Bisher nahm man an, alle unsere Erkenntnis müsse sich nach den Gegenständen richten; aber alle Versuche über sie a priori etwas durch Begriffe auszumachen, wodurch unsere Erkenntnis erweitert würde, gingen unter diesen Voraussetzung zu nichte. Man versuche es daher einmal, ob wir nicht in den Aufgaben der Metaphysik damit besser fortkommen, daß wir annehmen, die Gegenstände müssen sich nach unserem Erkenntnis richten, welches so schon besser mit der verlagnten Möglichkeit einer Erkenntnis derselben a priori zusammen-stimmt, die über Gegenstände, ehe sie uns gegeben werden, etwas festsetzen soll.“ [11]

Kant hat die Auffassung, dass Kopernikus ähnliche Vorgehensweise hat. Er hat am Anfang gedacht, dass sich ganze Sternen um die Erde drehen, aber diese Feststellung passte nicht mit der Himmelbeobachtungen, dann er dachte andersum: die Sternen bleiben stil, die Erde dreht sich.

Die Interpretation der kopernikanische Vorgehensweise von Kant ist fehlerhaft. Kopernicus korrigierte die Unstimmigkeit zwischen der Theorie (die Erde bleibt stil) und dem Ereignis aus der  Beobachtung des Himmels. Was er gemacht hat, ist kein a priori Wissen, sondern eine Korrektur. Möglicherweise hatte er verschiedene Korrekturmodelle versucht, bis er das korrekte fand. Von dieser Vorgehensweise kann kein Ergebnis gezogen werden, wie “die Gegenstände richten sich nach unserem Erkenntnis“.  Die Theorie über die Bewegung der Himmelkörper wurde durch die Vernunft und das Experiment korrigiert. Das bedeutet, dass die Gegenstände epistemisch zugänglich sind.

 

3.3. Die tranzendentale Philosophie

Da das Erkenntnis tranzendentale ist, richten wir unsere Begriffe zu den Gegenständen. In diesem Fall geht es nicht um die Kategorisierung der Gegenstände wie im Fall von Aristoteles, sondern die Untersuchung unseres Vernunftvermögens. Unsere Begriffe werden kritisiert und korrigiert. Kant nannte diese Vorgehensweise als Kritik der reinen Vernunft. Es ist eine Wissenschaft, die sich nur mit der Vernunftvermögen beschäftigt, und untersucht die Begriffe des a priori Wissens. „Ein System solcher Begriffe, würde Transzendental-Philosophie heißen.“ [12]

 

Diese Wissenschaft hat mit sich selbst zu tun, ihr Zuständigkeitsgebiet ist die menschliche Vernunft und untersucht das Denkvermögen. Alle Fehlhaftigkeiten im Denkvermögen zu beseitigen ist wichtig, weil äußere Welt nicht zugänglich ist, aber nur unser Vernunft-vermögen.

Diese Wissenschaft, die auch Kritik der reinen Vernunft heißt, hat keine Erweiterung unserer Erkenntnisse verursacht; sie hat sich nur mit der Vollständigkeit des Systems der reinen Vernunft beschäftigt.

 

Warum können wir unsere Vernunftvermögen wissen, aber warum hat dies keinen Zugang zur die weltliche Realität? Kant hatte keine überzeugende Erklärung.

 

3.4. Loux’s Kritik an Kant

Wenn das Seiende epistemisch unzugänglich ist, und die Aufgabe der Metaphysik a priori wissen ist sowie die Untersuchung unserer Denkvermögen deswegen nötig ist, dann wird die Funktion der Metaphysik geändert. Transzendentale Philosophie beschäftigt sich nicht mit den Gegenständen in der Welt, sondern nur mit unserem Denkvermögen über die Welt. Hier steht ein enormer Unterschied.

 

„An inquiry into the structure of human thought is, however, something quite different from an inquiry into the structure of the world thought is about.” [13]

 

Kantische Metaphysik ist eine Art des Idealismus und radikal unterschiedlich von der aristotelischen. Kant fuhr eine andere Erkenntnistheorie, dass die Außenwelt epistemisch unzugänglich ist. In diesem Fall ändert sich die Funktion der Metaphysik: nicht die Kategorisierung der Welt, sondern unserVernunftvermögen steht im Vordergrund. Durch diese Änderung werden die alten Probleme der Metaphysik abgeschafft, aber die neuen entstehen.

 

„So traditional metaphysicians will argue that if their conception of metaphysics is problematic, so is the schemer’s.” [14]

 

4.  IST METAPHYSIK MÖGLICH?

 

Die Metaphysik ist aus den zwei Perspektiven möglich: als Kategorienlehre und als die Erklärung der Möglichkeiten.

 

4.1 Metaphysik als Kategorienlehre

Aristotelische Metaphysik hat zwei Teile: Die Forschung der ersten Ursache und die Kategorisierung der Welt. Weil der erste Teil spekulativ ist (Forschung über die Existenz des Gottes), die Metaphysiker wie Loux konzentrieren sich auf den zweiten Teil. Laut Loux, die zentrale Aufgabe der Metaphysik ist die Erkennung der Kategorien der Gegenstände. Die Metaphysik ist ein Versuch, die Frage „Was es ist?“ zu beantworten. Während der Katego-risierung der Gegenstände ist es möglich, dass neue Arten der Kategorisierung gefunden werden, wie statt „Universale“, die Tropen oder statt vier, ein Kategoriensystem. Trotz dieser Änderungen bleibt die Hauptaufgabe der Metaphysik unverändert.

 

„Aristotle believed that an account of this sort is the goal of the metaphysical enterprise.” [15]

 

4.2. Metaphysik als die Erklärung der Möglichkeiten

Lowe hat in seinem Buch „The Possebility of Metaphysics“ die Auffassung, dass die von Kant gestellte Frage „Wie  ist die Metaphysik möglich?“, neue gefragt werden soll. [16]

Laut Lowe die Metaphysik hat eine breitere Funktion als die empirische Wissenschaft, die nur die Information über die aktuelle Lage gibt. Dagegen hat die Metaphysik ein tieferes Verständnis der Realität, weil die die Information über die Möglichkeiten hat.

 

Lowe gab kein Beispiel dafür, aber ein bekanntes Exemplar ist wie folgende:

Die Wissenschaftler akzeptieren, dass die Naturgesetze im ganzen Kosmos gleich sind. Was in der Welt als Naturgesetz gilt, gilt auch Millionen Lichtjahre entfernten Galaxien. Diese Annahme ist ein a priori Urteil. Im Rahmen der heutigen wissenschaftlichen-technischen Möglichkeiten kann niemand prüfen, ob es wirklich so ist. In diesem Fall ist die meta-physische Annahme, dass verschiedene Naturgesetze im Kosmos möglich sind, eine große Bedeutung. Ob es wirklich so ist, kann nur durch die wissenschaftliche Prüfung entschieden werden.

 

„How, then, are we to form rational judgements as to which of various metaphysically possible alternatives do actually obtain? In a word: by experience.” [17]

 

Lowe fängt mit der kantischen Frage über die Metaphysik an, aber änderte die Vor-gehensweise von Kant. Am Ende kann nur durch die naturwissenschaftliche Praxis entschieden werden, welche Möglichkeit aktuelle Richtigkeit hat.

 

5. SCHLUSSFOLGERUNG

 

In dieser Arbeit wurde die Metaphysik von Aristoteles und Kant kritisch verglichent und die Möglichkeit der Metaphysik untersucht.

Aristotelische Metaphysik kann zwei geteilt werden und weil der erste Teil, Wissenschaft des Gottes, spekulativ ist, betrachten zahlreiche Metaphysikern besonders den zweiten Teil: Kate-gorienlehre.

Die Kategorisierung der Gegenstände besteht ihre Wichtigkeit, weil der Mensch dadurch die Welt besser versteht. Di Beantwortung der Frage „Was es ist?“ führt zur besseren Erkennung der Gegenstände und ihre Beziehungen miteinander. Im Laufe der Zeit haben wichtige Än-derungen in der Kategorienlehre stattgefunden wie Tropentheorie aber die Wichtigkeit der Kategorienlehre besteht weiter.

Bei der aristotelischen Metaphysik ist die Welt epistemisch zugänglich, sonst die Kate-gorisierung der Gegenstände würde nicht möglich.

 

Kantische Metaphysik ist inhaltlich unterschiedlich. Laut Kant ist die Welt nicht epistemisch zugänglich, deshalb in der kantischen Metaphysik werden die Begriffe unseres Denk-vermögens kritisiert und kategorisiert. Kant hat die Wissenschaftlichkeit der Metaphysik mit der Möglichkeit der synthetischen Urteile verbunden. Diese Wissenschaft beschäftigt mit sich selbst, die Vernunftvermögen und nicht mit der Gegenständen in der Welt.

 

Kant’s Frage „Wie ist die Metaphysik möglich?“ wurde später reformuliert.

Die Metaphysik ist möglich, weil sie uns die Möglichkeiten eines Zustandes zeigen kann. Empirische Wissenschaft kann uns nur die aktuelle Zustand zeigen und in der Realität diese Zustand ist eines von mehreren. Welcher Zustand in den gegebenen Zeit und Raum real ist, nur durch das Experiment entschieden werden.

Die Möglichkeit der Parallelwelten ist ein Beispiel. Unser Kosmos ist der einzige oder gibt es andere Kosmosen? Aktuell gibt es nur einen, nur die Möglichkeit der Parallelkosmosen besteht. Die Metaphysik kann die Möglichkeit neben der bestehenden zeigen und welche Real ist, wird nur durch das Experiment entschieden.

 

Die Metaphysik ist für die Kategorisierung der Gegenstände und die Erklärung der potenziellen Möglichkeiten einen gegebenen Zustandes möglich.

 

 

 

 

 

6.  LITERATURVERZEICHNIS

 

Aristoteles (2010): Metaphysik, Hamburg: Rowohlt.

Kant, Immanuel (2010). Kritik der reinen Vernunft, Stuttgart: Reclam.

Loux, Michael J. (2006): Metaphysics, New York: Routledge.

Lowe, E.J. (1999): The Possibility of Metaphysics, New York: Oxford University Press.

Tilo, Knapp (2008): Die Kopernakanische Wende, Berlin: LIT Verlag.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



[1] J. Loux, Michael (2006): Metaphysics, New York and London: Routledge, 2-3.

[2] Aristoteles (2010): Metaphysik, Hamburg: Rowohlt, 982 b.

[3] Ebenda, 1025b.

[4] Aristoteles (2010), 981b.

[5] Ebenda, 1003a.

[6] Ebenda, 1003a.

[7] Ebenda, 1026a.

[8] Loux J., Michael (2006): Metaphysics, New York and London: Routledge, 3.

[9] Knapp, Tilo (2008): Die Kopernikanische Wende, Berlin: LIT Verlag, 9.

[10] Kant, Immanuel (2010): Kritik der reinen Vernunft, Stuttgart: Reclam, A XI-A XII.

[11] Kant, Immanuel (2010):  (B XVI-B XVII (1137))

[12] Kant, Immanuel (2010), (B 25/A 11-B 26/A 12 (4311))

[13] Loux J., Michael (2006), 7.

[14] Ebenda,  9.

[15] Loux J., Michael (2006), 15.

[16] Lowe, E.J. (1999): The Possibility of Metaphysics, New York: Oxford University Press, 1.

[17] Ebenda, 22-23.

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